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LessMess aktuell ARCHIV Alle neuen Mitteilungen ab 2008 sind unter aktuell abrufbar |
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| Nr. 3/07 - 18. Dezember |
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Mit wirklich ernst zu nehmenden Infos ist es diesmal nicht gerade weit her - umsomehr aber mit unseren allerbesten Wünschen für eine frohe Weihnachtszeit und ein glückliches neues Jahr. Es gibt dennoch Anregendes
zu lesen: wir haben eine Art Jahresrückblick zusammengestellt. Jedes
anständige Medium kümmert sich schliesslich auch um eine wohlsortierte
Presseschau. Die drei ersten Artikel haben durchaus Tiefgang: Hierbei
ist der erste Bericht ein ernst zu nehmendes 'Outing' und kann manchem
'Cleanie' nahebringen, wie sich ein Messie fühlt (und ein solcher
wird sich wohl beim Lesen der Zeilen in manchen Dingen selbst wieder erkennnen).
Der zweite Artikel weist auf den möglichen Zusammenhang zwischen
Zwangserkrankungen und Messietum hin. Der dritte Artikel ist ein Hinweis
auf ein Hörbuch, das Jugendlichen den Begriff 'Ordnung' erklären
will... Sicher hört ihr bald wieder von uns! Wir wünschen allen eine ruhige und erholsame Zeit. Mit herzlichen Grüssen
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Unser Typ: Eine
Arbeit fertig machen
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Hilfe, ich
bin ein Messie. Wenn ich allein unterwegs
bin vergesse ich, dass wir überhaupt keinen Platz mehr haben. Mein
Mann versteht ja mich zu bremsen, nur der geht fasst nie mit. Es hat natürlich
auch sein Gutes wenn man alles aufhebt. Alles was ich für Nähen,
Malen, Seidenmalen, Serviettentechnik, Garten und Haushalt brauche, habe
ich da. Das spart das Losrasen, um irgendwelche Dinge zu besorgen, die
gerade fehlen, was ich so hasse. Aber muss es immer drei-viermal da sein?
Besonders die Putzutensilien. Alles findet in mir einen interessierten
Abnehmer. Aber es häuft sich bei mir. Ich habe immer die Hoffnung
das putzt sich nun von alleine!! Wie ist die tolle Überschrift bei
diesem mir aus der Seele geschriebenen Artikel? “Intelligente Frauen
putzen nicht.“ Mein IQ muss sehr hoch sein. Aber ich schreibe
eigentlich von mir als Messie. Ich bin immer so unglaublich
erleichtert wenn ich irgendwo hinkomme und dort ist auch und nicht alles
so klinisch rein. Wo man arbeitet kann es einfach nicht immer ordentlich
sein. Ich sag immer wo gehobelt wird, fallen Späne, und wo genäht
wird fallen Nadeln. Das hat mein Mann inzwischen eingesehen. Außerdem
gibt es so schöne tröstende Sprüche für mich. Z.B.
Bei kreativen Menschen kann nicht immer Ordnung sein ,die haben keine
Zeit zum Aufräumen. Oder noch schöner: Nur Idioten halten Ordnung,
das Genie beherrscht das Chaos. Ach, so was tröstet mich doch so
ungemein. In Picassos Atelier herrschte auch ein ziemliches Durcheinander.
Aber noch mal zum Thema Messie und anderen Leuten. Neulich kam ich zufällig
in ein Haus.---- Mit dem Aufräumproblem kämpfe ich seit meiner Kindheit. Meine arme Mutter war ständig mit unserem Bauernhof und uns kleinen Kindern überlastet. Sie nähte für uns drei Kinder einfach alles. Dafür hatte sie aber nur nachts Zeit. Ich glaube, manche Nacht schlief sie überhaupt nicht, es blieb zum Aufräumen und Putzen nicht viel Zeit. Schnell, schnell aufräumen hieß es immer nur, wenn Besuch nahte. Und die Panik „ist Ordnung?“ wenn jemand kommt, habe ich immer noch. Das macht meinen Mann total verrückt. Weil ich mich in seinem Büro auch von nichts trennen will, kracht es schon öfter bei uns. Da muss er mit leben! Meine Kinder sagen manchmal, du bist wie Omi. Der Apfel fällt meist nicht weit vom Stamm. Ich sehe das Ganze jetzt gelassener. Vielleicht das Alter. Aber ich sollte wirklich bald anfangen. Wenn ich allein an die X hundert Bücher denke, wovon mir wirklich jedes lieb und teuer ist, die dann für 50 Cent auf den Flohmärkten verschleudert werden. Außerdem gibt es bei mir eine Katzenfigurensammlung, so über 100 Stück, eine Parfümflaschensammlung, so 250 Stück, eine teilweise kostbare Dosensammlung an die 100 Stück und mein Mann hat so an die 150 alte Bügeleisen. Ich sollte wirklich anfangen!
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Gefährliche
Zahlenspiele
„Zuerst war es eher ein Spiel“, erinnert er sich. „Ich habe jeder Zahl im Dezimalsystem eine Bedeutung zugewiesen.“ Die gefährlichste Zahl war die Sechs, der Vollstrecker sozusagen: „Da mache ich es“, sagt Frank. „Es“, das waren die Zwangsgedanken, die sich im Kopf des ehemaligen Sportstudenten eingenistet hatten: sich selbst zu verletzen, beispielsweise. „Ich habe wirklich geglaubt, dass ich diese Aggressionen irgendwann in die Tat umsetze.“ Diese Angst ist die tückische Falle, in die alle Zwangserkrankten tappen. Zuerst ist da der böse Gedanke, und dann die Angst, er könne wahr werden. Die eine putzt wie besessen und versucht damit, ihrer Panik vor Schmutz und Bakterien Herr zu werden. Der andere räumt immer und immer wieder auf, um das innere Chaos in den Griff zu kriegen. Sammelzwänge („Messie-Syndrom“ bei Leuten, die nichts wegwerfen können), Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, Wiederholzwänge - das sind die häufigsten Erscheinungsformen einer Störung, von der rund eine Million Deutsche befallen sind, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen in Osnabrück. „Schon als Student war ich ein Perfektionist“, erzählt Frank Sturm. Das ganz normale Chaos im Kopf - Gefühle, Gedanken, Furcht und Verunsicherung -, damit kam er nicht so richtig klar. Pech in der Liebe, das Studium aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen, keine Perspektive, viel Alkohol. Und dann die Begegnung mit dem tibetischen Buddhismus, der den 23-Jährigen in sein strenges Korsett aus Mantras, Niederwerfungen, Meditationen zwingt. Als „Gehirnwäsche“ hat Frank Sturm die Modereligion erlebt, vor allem aber hat sie ihn mit ihrem hypnotischen Regelwerk erst so richtig reif für die Zahlen gemacht. Immer komplexer wird das Kontroll-System: Bald ist das Überqueren einer Straße durch imaginäre Linien nahezu verbarrikadiert („Ich bin manchmal erst um fünf Uhr früh völlig entkräftet nach Hause gekommen, weil ich so viele Umwege nehmen musste“). Aus dem Bett kommt er erst, wenn der Zwangsgedanke durch den „richtigen“ Zahlencode geknackt ist. Das Anziehen wird zur Clownsnummer: „Hatte ich es endlich geschafft, kam garantiert ein unangenehmer Gedanke, und ich musste mich wieder ausziehen und von vorn anfangen.“ Selbst der Verzehr eines Butterbrots ist ein Problem. Denn Frank darf zum Beispiel nur zwei Schnitten essen, wenn er eigentlich drei mag. Denn die Drei bedeutet Gefahr. . . „Außenstehende können sich so etwas überhaupt nicht vorstellen“, sagt Frank Sturm. „Ich wusste manchmal keinen anderen Ausweg, als mich mit Alkohol zu betäuben, um das auszuhalten.“ Heute, wo sich die Dämonen verflüchtigt haben, will er helfen, aufklären über die Krankheit, die ihn 15 Jahre seines Lebens gekostet hat. Jahre, in denen er keine Partnerin haben, keinen Beruf lernen konnte. Er ist jetzt fast 50 und hat ein Buch geschrieben über „Buddha, Bier und Zwänge aus Beton“, in dem er spannend und ehrlich schildert, wie sich die Achterbahn im Kopf angefühlt hat, wie sein Leben aus dem Leim ging. Besonders bestürzend ist die Erkenntnis, dass Menschen wie Frank oft erst den langen Marsch durch die Institutionen antreten müssen, bis man ihnen die richtige Hilfe an die Hand gibt. „Nach zwölf Jahren“, sagt Frank, „hat mir zum ersten Mal eine Psychiaterin gesagt: Sie können Ihre Zwangshandlungen einfach unterlassen, ohne dass etwas passiert! Das hat mich umgehauen, das habe ich einfach nicht gewusst, und ich glaube, so geht es vielen. Sie führen ihre Rituale bis zur völligen Erschöpfung aus, weil sie glauben, sie wenden die drohende Gefahr ab. Und plözlich sagt dir eine Psychologin: Es hat noch nie jemanden gegeben, der die befürchtete Tat wirklich ausgeführt hat. So einfach ist das.“ Die richtige Medikamentendosis (siehe unten) hat bewirkt, dass Frank Sturm den Mut hatte, der vermeintlichen Gefahr zu trotzen. Er hat eine Straße überquert, ohne auf Linien und Zwangsgedanken zu achten. Einfach so. Er war aufgeregt, ängstlich. Passiert ist - nichts. Das war der Durchbruch. „Als ich das erste Mal wieder friedlich in einem kuscheligen Schlafanzug in meinem Bett lag, war das einfach unbeschreiblich.“ Ohne Zwänge, sagt Frank Sturm, das ist wie ein neues Leben. „Es hätte anders laufen können, aber ich bin nicht verbittert.“ Er nimmt immer noch Medikamente, aber in niedriger Dosierung. Vielleicht braucht er irgendwann gar keine mehr. Zwar bleibt ein Rest Angst. Dennoch ist Frank Sturm optimistisch: „Ich wünsche allen Betroffenen Glück und dass sie den Weg aus der Zwanghaftigkeit so wie ich schaffen. Es gibt ihn.“ |
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Tohuwabohu.
Die Kinder-Uni erklärt Ordnung und Chaos - Hörbuch - Kinder-/Jugendbuch
Da sitzt ein kleiner Bub (geschätztes Alter 10 bis 12 Jahre; die Schlussfolgerung auf sein Geschlecht wird aus der Art seines "typischen" Spielzeugsortiments gezogen) in seinem Kinderzimmer und hat das gleiche Problem wie wahrscheinlich hunderte Andere seines Alters: Mutter nervt mal wieder mit ihrem ewigen Zimmeraufräumen. Dass er damit nicht
allein ist, wird ihn in diesem Augenblick wenig interessieren. Und trotzdem
ist es so: In vielen Familien entstehen Spannungen dadurch, dass die Eltern
mit der Ordnung der Kinder nicht übereinstimmen. Was für die
Einen Ordnung bedeutet, ist für die Anderen ein Chaos. Warum also
sollen Kinder aufräumen und versuchen, sich an die Ordnung der Eltern
anzugleichen? "Nehmen wir einmal den Begriff Saustall. Ständig spricht deine Mutter davon und meint offensichtlich dein Zimmer. Schaut man sich aber die Schweine an, fühlen die sich erst so richtig wohl, wenn sie sich im Dreck suhlen können. Ein Saustall ist für ein Schwein also ein richtiges Wellness-Center. Der Mensch rüffelt eher seine Nase im Saustall, ihm stinkt's dort gewaltig. Aber in einem so richtig 'naturbelassenen' Kinderzimmer fühlst du dich offensichtlich wohl. Deshalb sollten die Erwachsenen auch nicht Saustall zu deiner 'Wohlfühloase' sagen. Wenn du allerdings ein Schwein wärst, passte der Ausdruck Saustall schon für dein Zimmer, schließlich fühlst du dich ja darin wohl." Ergebnis: Saustall = Wellness-Center (kommt nur auf den Blickwinkel des Betrachters an) Wie gesagt, alles relativ zu sehen. Die Autorin Ulla Steuernagel und die Sprecherin Shary Reeves (Moderatorin der Wissenssendung "Wissen macht Ah!") versetzten sich in die Psyche eines Kindes. In Form eines stillen Selbstgesprächs erklären sie auf spielerische Art und Weise Begriffe aus der Wissenschaft, die alle irgendwie mit Tohuwabohu - als Chaos und Ordnung - zu tun haben. Ausgangspunkt ist der kleine Schlawiner, der im vermeintlichen Durcheinander seines Zimmers sitzt und die Order seiner Mutter erhalten hat, seinen "Saustall" endlich aufzuräumen. Er sinniert über Aufräummaschinen, hat zwischendurch selbst die glorreiche Idee, sein Wirrwarr als Kunst zu bezeichnen und will seiner Mutter sogar mit Klimakatastrophe und Allergien kommen. Ganz schön pfiffig der Filou, denn tatsächlich sind die in der heutigen Zeit immer verstärkter auftretenden Allergien ein Ergebnis von zu viel Sauberkeit. Auch das Argument, warum Zimmeraufräumen die Atmosphäre zerstört, ist nicht ganz von der Hand zu weisen: denn bei dieser Tätigkeit wird definitiv zusätzliche Energie verbraucht (sprich: Keuchen und Schnaufen). Und die Ursache für den Treibhauseffekt kennt der Bursche bestens: es ist die erhöhte Menge an Kohlendioxid in unserer Stratosphäre. Chaos macht erfinderisch Der Bogen dieses "Tohuwabohus"
wird sehr weit gespannt. Ulla Steuernagel geht vom 2. Hauptsatz der Thermodynamik
(oha!), über die Definition von Staub und Schmutz (Hatschi!), über
Ordnung im Computer, dem Sinn (oder Unsinn?) einer alphabetischen Sortierung
in Enzyklopädien (na gut, da passt sie), bis hin zu Messies. Die großartigsten und zugleich witzigsten Stellen des Hörbuchs sind die, wenn der Sprössling seiner Mutter mit wissenschaftlichen Argumentationen belegen möchte, dass eine Aufräumaktion in seinem Zimmer absolut widersinnig sei und die kluge Mama - natürlich ebenso cool - kontert. Viele Begriffe aus
der Physik finden Eingang und werden spannend und durchaus kindgerecht
und verständlich erklärt: "mit Sinn für Unsinn"
wie es auf dem CD-Cover heißt, also mit jeder Menge Humor. Shary
Reeves ist in ihrer Sprecherrolle ein charmanter kleiner Lausebengel,
der in der - hier durchaus angebrachten - 2. Person seinen Gedankengängen
freien Lauf lässt. Im Endeffekt lernt der Hörer, dass sich Ordnung und Chaos nicht unbedingt ausschließen, sondern sich sogar gegenseitig ergänzen. Denn Struktur und Ordnung heißt nichts anderes, als dass wir versuchen, erkennbare Bezüge zu schaffen. Und das Chaos in seinem Kinderzimmer hat der Knirps im Hörbuch jedenfalls voll im Griff ;-) Fazit: Auch Erwachsenen kann man dieses Hörbuch aus der Reihe Die Kinder-Uni wärmstens empfehlen: Eine lebendig und humorvolle Auseinandersetzung mit den Begriffen Chaos und Ordnung in vielen Zweigen der Wissenschaft. Nur empfinde ich die
Altersempfehlung von 9 Jahren etwas sehr gewagt, da doch sehr viele komplexe
Vorgänge erklärt werden. Persönlich halte ich ein mindestens
10-, besser 12jähriges Kind für geeigneter.
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Auch Journalisten sind eben nur Messies: Sozialpreise
ausgeschrieben Oder sollte es etwa heissen: Die ConSozial-Messe ist Deutschlands grösster Sozialmessie ??
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PARIS-HILTON-MÜLL
BEI EBAY New York - Eine leere
Dose mit Gourmet-Hundefutter beispielsweise, die aus Hiltons Müll
entwendet wurde, hat bei einer Versteigerung im Internet-Auktionshaus
eBay 305 Dollar erbracht, heißt es auf der Online-Klatschseite HollywoodStarTrash.com. Jetzt will die Seite selbst in das blühende Geschäft einsteigen - und bietet Q-tips, Taschentücher und Deos an, die die 26-Jährige angeblich schon benutzt haben soll. Für Kleenex und Wattestäbchen wurden der Seite zufolge zusammen schon 450 Dollar geboten. ase/dpa-AFX |
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NEW YORK Leere Snackboxen, alte U-Bahn-Tickets, wertlose Notizen: Für den New Yorker Künstler Justin Gignac sind weggeworfene Gegenstände mehr als Müll. Er macht sie zu Kunstwerken, die er an Touristen verkauft. Die Abfall-Sammelsurien haben schon Kult-Status. Der 27-Jährige sammelt das, was andere Leute achtlos wegwerfen. "Mich interessieren vor allem Gegenstände, die eine Geschichte erzählen", sagt Justin Gignac. Wie die angebrochene Kaugummi-Schachtel, aus der vielleicht ein Bewerber kurz vor einem Vorstellungsgespräch noch einen Streifen zog, um den Atem zu erfrischen. Oder das halbvolle Cocktailglas mit Strohhalm, das jemand aus einer Bar mitgenommen hat, bis ihm eingefallen ist, dass man in New York nicht öffentlich Alkohol trinken darf. Das Glas landete unter einem Baum – und dann in Justins Sammeltüte. Aus dem Müll von den Straßen New Yorks hat Justin Gignac eine clevere Geschäftsidee entwickelt. Er wählt einzelne Stücke aus, faltet sie dekorativ und packt sie in kleine Plastikwürfel. Für 50 Dollar das Stück verkauft er die Boxen an Touristen in der ganzen Welt. Über 700 hat er schon unter die Leute gebracht, an Kunden in 19 verschiedenen Ländern. "Die Schachteln sind begehrt", erzählt der Künstler stolz, "schließlich ist jedes Exemplar ein Unikat." Ein ganz besonderes Stück ging nach Florida: Der Würfel enthielt eine ungeöffnete Telefonrechnung von Heidi Klum. Hauptsache, die Verpackung stimmt Auf die Idee, Müll zu verkaufen, ist er zufällig gekommen. Irgendwann hatte er mit einem Kollegen aus seiner früheren Werbeagentur eine Diskussion darüber, wie man erfolgreich Produkte verkauft. Die These von Justin Gignac: Mit der richtigen Verpackung bekommt man alles unter die Leute – selbst Müll. Sein Kollege war skeptisch und glaubte ihm nicht. Für Justin Gignac Ansporn genug, das innovative Marketingkonzept auszuarbeiten. Für den Müll entwarf er durchsichtige Schachteln von rund elf mal neun Zentimetern. Als Logo wählte er die schlichte Überschrift "Garbage of New York City", daneben die Versicherung, dass garantiert jedes Stück in der Box von den Straßen New Yorks stammt und von ihm selbst gefunden wurde. Um jedes Paket einzigartig zu machen, bekommen sie außerdem eine Seriennummer, Entstehungsdatum und die Unterschrift des Designers. Was die Anordnung des Mülls angeht, ist auch hier ein künstlerisches Verständnis gefragt. Die Stücke in den Paketen sucht Justin Gignac so aus, dass sie farblich zueinander passen und gemeinsam ein hübsches Ensemble bilden: ein Kinderschuh, der an einem abgebrochenen Flaschenhals mit einem benutzen Löffel lehnt. Oder ein zerknüllter Pappbecher, in dem eine alte Metro-Karte, ein Luftballon und ein Kronkorken stecken. "Ein großes Teil bildet immer das Zentrum des Kunstwerks", sagt Justin Gignac, "das verfeinere ich mit Zigarettenstummeln, Kronkorken und Luftballons." Die Idee funktioniert vor allem deshalb, weil die Stadt eine solche Faszination ausübt. Die Metropole ist überwältigend – und mit den kleinen Müllboxen können sich Touristen ein Stück Stadt ins eigene Wohnzimmer holen. 50 Dollar geben sie dafür gerne aus. "Am Anfang habe ich zehn Dollar pro Stück genommen", sagt Justin Gignac. Das sei zu günstig gewesen, denn die Leute hätten die Schachteln vor allem für einen guten Gag gehalten, den sie Freunden oder Verwandten mitbringen. Seitdem er 50 Dollar verlangt, hätten sie nun das Gefühl, wirklich ein wertvolles Stück Kunst zu kaufen. Die Nachfrage jedenfalls habe sich seitdem nicht verringert. Ganz im Gegenteil werden die Würfel immer populärer. Kürzlich war der Designer auf dem St. Patrick’s Day in Dublin – und hat auch hier Schachteln mit Müll gefüllt und an Festivalteilnehmer verkauft. Sechs Dollar für ein Bier-Bild Seit sechs Jahren ist Justin Gignac schon im Geschäft. Mittlerweile hat er sogar seinen Job in der Werbeagentur aufgegeben und widmet sich fast ausschließlich dem Müllsammeln – abgesehen von kleinen Werbe-Jobs als Freiberufler. Seine Freundin Christine ist auch eingestiegen. Die nächste Geschäftsidee haben die beiden auch bereits ausgearbeitet. Sie heißt "Wants for sale", das frei übersetzt ungefähr bedeutet "Begehrte Gegenstände zu verkaufen".
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Schäuble
ein Daten-Messie? |
| Nr. 2/07 - 25. September |
Da sind wir wieder mal mit frischer Post. Zugegeben: nicht ganz im vorgesehenen Zeitplan - externer Arbeitsdruck hat den Anteil der freiwiligen Kapazitäten für LessMess vorübergehend quasi ausgelöscht (teilweise sind wir eben auch nur Messies :-)). Dieser Druck ist nun mit einem glücklicherweise erfolgreichen Abschluss der Arbeit beendet und es bleibt endlich wieder Zeit, sich LessMess zuzuwenden. Wir wünschen allen einen schönen Herbst ! Mit herzlichen Grüssen
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| Internes / aktuelles: | |
GV
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Protokoll
der Ort: Zürich,
Restaurant Cooperativo, 19:15 – 20:30
5. Jahresrechnung
2006 und Revisorenbericht Anita Meito–Linse
und Claudia Habegger stellen sich als Vorstandsmitglieder zur Verfügung.
Beide Frauen haben beruflich mit Messies zu tun und haben sich intensiv
mit deren Problematik auseinandergesetzt. Sie würden gerne im Verband
mitarbeiten. 11. Nächste
Generalversammlung Für
das Protokoll |
| Neue Vorstandsmitglieder | Wir danken bestens für die geleistete Arbeit und verabschieden Ursula Blum, MZ und Martin Biber, die durch berufliche Umorientierungen und Belastungen nicht mehr im Vorstand mitmachen können. Herzlich begrüssen wir nun zwei neue Mitglieder im Vorstand, es sind dies beides engagierte, praxisorientierte Frauen mit Erfahrung mit Messies und wir freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit. Claudia Habegger,
Hausen a.A. Anita Meito-Linse, Volketswil Jahrgang 1951 |
| Therapeutenliste | Wir bemühen uns, eine Liste von TherapeutInnen zusammenzustellen, die Erfahrung im Umgang mit Messies haben. Die Liste soll vertraulich und nicht öffentlich sein und wird ratsuchenden Mitgliedern zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang sind wir sehr dankbar für jeden Tip. Wir bitten alle, uns Erfahrungen mit TherapeutInnen, HelferInnen, SozialarbeiterInnen u. ä. mitzuteilen unter info@lessmess.ch. Vielen Dank für die Mitarbeit. |
| Tagung
SFU Wien |
Sigmund
Freud Zweite Deutschsprachige Nähere Informationen
hier |
Unser Tip: Keine
leeren Gänge, Synergien nutzen
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Medienhinweise: Hinweis auf die <Kontext>-Sendung von DRS2 am 17. August 07 Gefangen im Chaos DRS2 hat einen hörenswerten Beitrag über Messies gesendet. Hier wird der Psychoanalytiker und Messie-Spezialist Rainer Rheberger befragt.Der folgende Text ist der DRS-webseite entnommen:
Fachleute beklagen, dass immer mehr Menschen grösste Schwierigkeiten haben, sich von Unbrauchbarem zu trennen und in der Überflussgesellschaft die Orientierung zu behalten. Buchtipp: Die Sendung kann hier angehört werden - einfach 'Hören' anklicken. Es wird entweder der meist vorhandene 'Windows Mediaplayer' benötigt oder der 'Realplayer'. Eine kostenlose Version des Realplayers kann hier heruntergeladen und installiert werden (für alle gängigen Betriebssysteme).
Zwang zur Unordnung Auch das ZDF hat sich mit Rainer Rehberger unterhalten. In <Aspekte> vom 31. August 07 wurde ein Beitrag über Messies ausgestrahlt. Den Bericht dazu kann man hier nachlesen. Etwas komplizierter wird es, wenn man die Sendung ansehen will: am einfachsten klickt man im eben angegebenen link oben auf das Register 'ZDFmediathek'. Ein neues Fenster öffnet sich. Nun schreibt man oben rechts den Suchbegriff 'messie' rein und wird auf Sendungen mit Messie-inhalt verwiesen. Da häkelt man nun die Sendung 'Zwang zur Unordnung' an und wird ev. noch über vorhandene Mediaplayer/Internetverbindung befragt. Schlussendlich sollte das Abspielen des Beitrags dann mal klappen. Leider sind die Aussagen nicht allzu ergiebig und etwas plakativ vereinfacht - doch urteile selbst! Leider wird beim ZDF mit dem Suchbegriff 'messie' auch der Beitrag <Opfer von Mietnomaden> erreicht - ein Thema, das immer wieder im Zusammenhang mit Messies erwähnt wird, mit dem Messietum aber eigentlich nichts zu tun hat! Hier geht es um die achtlose bis mutwillige Zerstörung von Wohnraum im Zusammenhang mit Mietbetrug und Ausnutzung gewisser Mieterschutzgesetze, die dem Vermieter ein rechtzeitiges Eingreifen quasi verunmöglichen.
Faszination
Chaos - Dieser Beitrag wurde im <Kulturplatz> von SF1 vom 11. April 07 ausgestrahlt Sie gelten als Aussenseiter unserer Gesellschaft: «Messies» - Menschen, die nichts wegwerfen können. Die dramatischen Folgen dieses Sammelzwangs zeigt derzeit der Dokumentarfilm «Sieben Mulden und eine Leiche» von Thomas Haemmerli. In der Kunstwelt hat der Messie einen besseren Ruf. Viele Künstler, wie der legendäre Andy Warhol, waren Messies. Und viele Messies begreifen ihre gigantischen Sammlungen als Kunst. «kulturplatz» hat die Zürcher Künstlerin Susann Walder in ihrem Reich besucht. Der Beitrag kann hier betrachtet werden Ein weiterer Medienhinweis erfolgt im anschliessenden Interview!
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Interview mit Rolf Elsener Redaktor 'Schweiz aktuell' SF Rolf Elsener hat anlässlich des Erscheinens des Schokumentarfilmes '7 Mulden & eine Leiche' von Thomas Haemmerli Ende April 07 in 'Schweiz aktuell' (SF1) einen Beitrag über das Messie-Syndrom geschaffen. Dieser kann im Archiv von SF1 noch angesehen werden (Realplayer). Der link hier verweist auf die gesamte Sendung, die Rede ist vom zweitletzten Beitrag, <Das Messie-Syndrom> (bitte runterscrollen). Helene Karrer-Davaz
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| LessMess | wann haben sie das wort 'messie' zum ersten mal gehört? |
| Rolf Elsener | Ich erinnere mich, vor mehreren Jahren einmal einen Zeitungsartikel dazu gelesen zu haben. |
| LessMess | was fällt ihnen spontan ein, wenn sie das wort "messie" hören? |
| Rolf Elsener | Ein Messie ist für mich ein Mensch, bei dem sich Zeitungen und Gerümpel türmt; und zwar nicht ordentlich geschichtet, sondern wild durcheinander, so dass der Messie selber nur noch Platz in der Wohnung macht, wenn er sich zwergenklein macht. |
| LessMess | kennen sie messies in ihrem persönlichen umfeld? |
| Rolf Elsener | Bei einem ehemaligen Arbeitskollegen türmten sich Zeitschriften, Zeitungen, Magazine etc. auf dem Pult, auf dem Boden, auf dem Kühlschrank. Aber ist er schon ein Messie? Ich finde, es ist schwierig, die Grenze zwischen Unordnung, Faulheit und dem Messie-Tum zu ziehen. Das Erstaunliche an diesem übrigens sehr liebenswürdigen Kollegen: Er fand jedes Papier auf Anhieb, wenn man ihn danach fragte. |
| LessMess | können sie sich vorstellen, dass auch öffentliche beamte messies sein könnten ? |
| Rolf Elsener | Klar. Ich denke, das Messie-Syndrom macht vor keinem Berufsstand halt. Und so lange dies nicht in öffentlichen zugänglichen Räumen geschieht, finde ich dies auch nicht stossend. |
| LessMess | was würden sie unternehmen, wenn nahe verwandte oder ihre lebenspartnerin ein messie wären? |
| Rolf Elsener | Kommt drauf an. Wenn die Person ein Problem damit hat, müsste man die Sache angehen. Zusammen aufräumen? Zu einem Outing anregen? Diese Massnahmen kommen mir in den Sinn. Ob es die richtigen sind, weiss ich nicht. |
| LessMess | sie sind redaktor bei
der sendung schweiz aktuell und haben einen beitrag zum thema messie gemacht.
gab es unterschiede beim recherchieren zu andern reportagen? |
| Rolf Elsener | Messies empfangen einem nicht gerade mit offenen Armen, wenn man mit der Kamera angetanzt kommt. Leider ist es sehr schwer, Messies zu finden, die sich öffentlich dazu bekennen. Darum waren die Recherchen zeitaufwändiger als bei anderen Beiträgen. |
| LessMess | was denken sie über den film "sieben mulden und eine leiche"? |
| Rolf Elsener | Brilliant gemacht, klug getextet, mit Bildern, die an der Grenze des Erträglichen sind. Ich finde im Gegensatz zu LessMess nicht, dass der Film ein falsches Bild von Messies transportiert. Jeder Mensch ist anders, jede(r) Messie ist anders. Thomas Haemmerli zeichnet im Porträt sogar das Bild einer gepflegten, schönen, auf Hygiene und Aussehen bedachten Frau, nicht einer verwahrlosten, schmuddligen Mutter. Das Thema, das mich am meisten berührte, war die Tatsache, dass es offenbar möglich ist, keine Beziehung zur eigenen Mutter zu haben und diese Geschichte post mortem auch noch auszuweiden. |
| LessMess | für eine kurze
reportage wird meist material für die 10-, 20-fache sendezeit oder
noch mehr aufgenommen. Was geschieht mit dem unbenutzten material - archivieren sie auch unverwendete szenen? Gibt es beim Fernsehen ein 'virtuelles' Messietum? |
| Rolf Elsener | Gibt es bestimmt. Nur habe ich daran nicht teil. Ich räume viermal pro Jahr mein persönliches Rohmaterial-Archiv und bewahre nur wirklich Brisantes, Wichtiges auf. Es hat noch Platz in meinem Archiv-Schrank; vielleicht für das Messie-Rohmaterial. |
| LessMess | besten dank helene karrer-davaz |
Die
Buchkritik
Wissenschaftlicher Blick in die Messie-Stuben
Johannes von Arx / 23.5.07 Bücher, welche die Messie-Thematik umfassend beschreiben, gibt es nur ganz wenige. Das von Annina Wettstein ist eines davon. Sie hat es als Lizenziatsarbeit zum Abschluss ihres Volkskundestudiums an der Universität Zürich geschrieben. Es beruht auf einem guten Dutzend längeren Interviews mit Betroffenen aus der Schweiz und Deutschland, ausführlichen Recherchen bei Fachleuten und Institutionen sowie einer Diskussion der vorhandenen Literatur. Schrieb Eva Roth unter dem Titel „Einmal Messie, immer Messie“ aus den „Urtiefen des Messie-Seins“ sozusagen einen spannenden Lebensroman, durchaus ein Taschenbuch für die Bettlektüre (Buchbesprechung in LessMess-Info Nr. 2), so ist das Werk von Annina Wettstein wissenschaftlich fundiert, systematisch aufgebaut und mit vielen Fussnoten sowie Literaturhinweisen versehen. Das heisst aber nicht, dass es schwierig zu lesen ist. Die Autorin bedient sich keinerlei eines mit Fremdwörtern gespickten Vokabulars. Aber die Dichte der Information macht das Buch etwas schwergewichtig fürs Nachttischchen. Ein kurzer Gang durch die 164 Seiten mag das verdeutlichen. Annina Wettstein beginnt am Ursprung der Messie-Bewegung, bei Sandra Felton, welche 1981 die erste Selbsthilfegruppe in den USA begründete und ab 1994 mit ihren Büchern zunächst in Deutschland bekannt wurde. Dann wird – mit einem Exkurs in die allgemeine Selbsthilfegruppen-Bewegung – die Schweizer Szene und ihr grösseres Umfeld (z.B. die Schweizerische Gesellschaft für Zwangsstörungen) analysiert. Gleichzeitig beschreibt die Autorin anhand verschiedener Aussagen aus der medizinisch-psychologischer Fachliteratur die Symptomatiken des Messie- und des Vermüllungssyndroms. Es schliesst das Kapitel „Kulturelle Definitionen von 'gesund’ und 'krank’“ an.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede Der Hauptteil des Buches stützt sich auf die erwähnten Interviews mit Betroffenen, die anlässlich von Besuchen in ihren Wohnungen gemacht wurden. Annina beschreibt nicht nur die Wohn-, sondern auch die Beziehungs- und Arbeitssituationen, die persönlichen Vorgeschichten etc. Mikroskopisch genau entsteht so ein Bild der Alltagspraxis dieser Leute. Es wird aber nicht eine Person nach der anderen „behandelt“, sondern die Eindrücke und Aussagen so zusammengeschnitten, dass die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauskristallisiert werden. So etwa über die relativ einheitlichen Vorstellungen der Messies über den Idealzustand ihrer Wohnung. Auch seien allen Besuchten „gemeinsam, dass sie Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften aufbewahren“ und so „Wissen und Information (…) aufbewahrt werden.“ Das Kapitel schliesst mit subjektiven Erklärungsmodellen der Messies, wonach sie schon seit der Kindheit Messie waren oder es durch einen Auslöser, meist verbunden mit einer biographischen Krise, im Erwachsenenalter wurden.
Im abschliessenden Teil „Kulturelle Befindlichkeit von 'Messies’“ öffnet Annina Wettstein wiederum die Perspektive auf das gesellschaftliche Umfeld und dessen Wechselwirkung mit den Messies. Aufschlussreich ist etwa die Rückblende auf die Einführung eines einheitlichen, präzisen Zeitmanagements im Rahmen der Industrialisierung und deren Folgen für die Messies, die oft auch Probleme v.a. mit der Einteilung der frei verfügbaren Zeit haben. Im Anhang findet sich ein umfangreiches Literatur-, Quellen- und Internetadressenverzeichnis.
Fazit: Ein Buch, das für alle mit der Messie-Problematik konfrontierten Fachpersonen ein Muss ist und für Betroffene ein Dokument, das viele „Aha-Effekte“ auslöst.
Johannes von Arx
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Spezial - 11. April 07 |
Zum Film "Sieben
Mulden und eine Leiche" von Thomas Haemmerli
Anlässlich des
Filmes von Thomas Haemmerli gibt es eine aktuelle Spezialausgabe. ZUERICH
- Riffraff 1, Dialekt, täglich 3 / 5 / 7 / 9 h, Do-Sa-Nocturne 23.15
h
Jedenfalls können wir als Verband diesen Film nicht unkommentiert lassen und wir sind gestern mit untenstehendem Text an die Presse gelangt. Wir hoffen auf eine intensive Diskussion, die vor allem die lebendige, menschliche Seite der Messies in den Vordergrund rückt und nicht nur mit den materiellen Überresten handeln will. Es gibt nämlich ein Leben vor dem Tod. Hinweis: Nächsten Sonntag, am 15. April 07, voraussichtlich 11 h 30, gibt es eine Matinée im Zürcher Kino RiffRaff mit anschliessender Diskussion.
Last minute Medienhinweis: SF 1 - Kulturplatz - Aktuelle Sendung vom Mittwoch 11. April 07 - 22 h 50 Faszination
Chaos - warum die Kunstwelt den Messie als Künstler ehrt Bericht: Thorsten Stecher Und nochmals: nicht vergessen: am Donnerstag, den 3. Mai 07 ist unsere jährliche Mitgliederversammlung im Coopi Zürich - die Mitglieder von LessMess haben eine entsprechende Einladung erhalten. Wir zählen auf zahlreiches Erscheinen !! Wer noch nicht ist, aber eigentlich schon immer gerne Mitglied werden wollte, kann das jetz HIER schnell und einfach machen! Schaut euch den Film an, beteiligt euch an den öffentlichen Diskussionen, helft, den Rücken der Messies zu stärken ! Mit herzlichen Grüssen
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Medienmitteilung Nicht jeder Messie benötigt sieben Mulden Otelfingen/Zürich, 10. April 2007. Der aktuelle Kinofilm „Sieben Mulden und eine Leiche“ bringt ein gesellschaftliches Phänomen an die Oberfläche: Unordnung im privaten Haushalt. Unter dem so genannten „Messie-Syndrom“ leiden 10% bis 15% der Menschen in der Schweiz. Der Verband „LessMess“ bietet Aufklärung und Hilfe an. Verwahrlosung
und Vermüllung werden oft mit Messies in Verbindung gebracht. Aber
Messies sind in der Regel ganz anders: Sie sind meist gebildet und kommunikativ
und sammeln genauste Informationen über alle möglichen Themen.
Was sie tun, tun sie mit viel Engagement. Daraus ergeben sich zwangsläufig
Zeit- und Organisationsprobleme. Es fällt ihnen schwer, Prioritäten
zu setzen: Messies leiden unter der Unfähigkeit, ihren Haushalt und
ihren Alltag zeitlich und räumlich so zu organisieren, dass sie sich
wohl fühlen. Kinofilm
verpasst Chance Was
sind Messies? Hinweis: Am 15. April 2007 findet um 11 Uhr im Kino Riffraff in Zürich eine Matinée mit anschliessender Podiumsdiskussion statt, wo Vertreter der Filmproduktion und LessMess dabei sind. Für
Rückfragen stehen zur Verfügung: Die
CD-Rom wird Medienschaffenden natürlich kostenlos zugestellt. Mail
an info@lessmess.ch. |
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Nr. 1/07 - 15. März |
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Internes
(...unsere "Was sind Messies" - PowerPoint-Präsentation!)
Da sind wir wieder mal mit frischer Post. Und nicht vergessen: am Donnerstag, den 3. Mai 07 ist unsere jährliche Mitgliederversammlung im Coopi Zürich - die Mitglieder von LessMess erhalten eine entsprechende Einladung. Wir zählen auf zahlreiches Erscheinen !! Wer noch nicht ist, aber eigentlich schon immer gerne Mitglied werden wollte, kann das jetz HIER schnell und einfach machen! Wir wünschen allen einen schönen, aufräumefreudigen Frühlingsanfang. Mit
herzlichen Grüssen
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| Internes: | |
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"Was
sind Messies?" |
Ab
sofort kann unsere PowerPoint-Präsentation "Was sind Messies"
bestellt werden. Es ist eine 12-minütige, audiovisuelle Präsentation,
die klar erklärt, was Messies und ihre Probleme sind. Zur Abwechslung
wird hier mal tüchtig aufgeräumt und zwar mit den falschen Vermüllungsvorstellungen
aus der Sensationspresse und das hilft hoffentlich für ein besseres
Verständnis. |
| SHG Adressenliste | Neu: ab sofort bitten wir alle, die sich einer Selbsthilfegruppe anschliessen möchten, sich bei den regionalen Selbsthilfezentren zu informieren. Wir haben hierzu auf unserer Selbsthilfegruppen-seite eine ausführliche Tabelle mit Telefonnummern und Ansprechzeiten sowie direkten links zu allen entsprechenden Zentren erstellt. Es hat sich gezeigt, dass diese Organisationen meist besser orientiert sind, zuverlässige Wartelisten führen und auch gute Beratung anbieten! Wir danken für die Zusammenarbeit! |
| SHG Bern | Unser
Aufruf im LessMess Info 3/06 hat Früchte getragen: In Bern ist jetzt eine Messie-Selbsthilfegruppe mit Erfolg gegründet worden. Interessenten aus der Region melden sich über das Selbsthilfezentrum des Kantons Bern sh@selbsthilfe-kanton-bern.ch oder direkt bei info@lessmess.ch |
| Das LessMess
Forum |
In
einem Forum werden öffentlich Diskussionsbeiträge ausgetauscht.
Deshalb haben wir auf unserer Internetseite ein solches Forum eingerichtet,
auf dass Messie- und Angehörigenspezifische Themen rege diskutiet
werden können. Unser Forum
wird zwar sehr oft besucht und gelesen, aber eher selten wagt sich jemand,
einen Beitrag oder eine Antwort zu schreiben. Wir bedauern das zwar, haben
aber ein gewisses Verständnis dafür: wenn du nämlich einen
Beitrag schreiben willst, musst du dich registrieren lassen und deine
emailadresse angeben, an die dann sogleich ein mail erfolgt mit der erforderlichen
Zugangsautorisierung... und das hat folgenden Grund: täglich durchforsten
abertausende von stupiden Suchrobotern das Internet und wenn sie ein leicht
zugängliches Forum finden, dann überschwemmen sie dieses sogleich
mit massenhaft uninteressanten bis lästigen Werbebeiträgen.
Mit einer Zugangskontrolle kann man diese Werbeflut stoppen. Deine Emailadresse
wird aber (ausser Du willst es ausdrücklich) nicht explizit veröffentlicht
und ist an sich geschützt. Die Emailadresse erlaubt auch den Austausch
von privaten Nachrichten (PN) unter den ForenteilnehmerInnen. Also: nur
Mut. Danke! |
| Umfrage SFU | Noch immer
läuft die Messie-Umfrage der Sigmund Freud-Privatuniversität Wien
(SFU). Der Fragebogen kann heruntergeladen werden von der Webseite www.sfu.at
> Ambulanz > Messies Selbsthilfegruppe > Download. Wer mitmacht, leistet einen wertvollen Beitrag zur Erforschung des Messie-Syndroms. (jva) |
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Thomas Haemmerlis Dokumentarfilm SIEBEN MULDEN UND EINE LEICHE kommt am 5. April in die Kinos in Zürich (RiffRaff, Arthouse), Bern und Basel. Und auch auf der Seite www.messiemutter.de tut sich was. Der Blogbereich
ist online, unter FILM finden Sie den
Kinotrailer, bei PRESSE lässt sich
das Dossier
runterladen, und im MULDENSPIEL konkurrieren Sie um den Titel des Muldenmasters. Viel Spass! Mirjam von Arx Wie wir zudem vernommen
haben wird es am 15.4.07 um 11 Uhr (oder 11.30) eine
Matinée im Riffraff
geben mit anschliessender Diskussion, wo sicher Leute von der Filmproduktion
und auch von LessMess dabei sein werden. |
Telefoninterview
mit Antonis Purnelis, Co-Leiter des Selbsthilfezentrums
Uster |
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| LessMess | Würden
Sie uns über den Stand der Messie-Selbsthilfegruppe informieren? |
| A. Purnelis | Lacht. Ja, das ist ein spannendes Thema. Wir hatten eine feste Gruppe, die sich über ein halbes Jahr regelmässig traf. Nun treffen sich noch 3 Personen im privaten Rahmen und suchen neue Mitglieder. |
| LessMess: | Wie ist es dazu gekommen? |
| A. Purnelis | Es gab zwei, drei grössere Konflikte, die sich um Macht drehten, wie immer bei Konflikten. Es ging darum, wer am meisten Raum einnahm, wer führte, und um organisatorische Themen, wie z.B., an welchem Wochentag die Gruppe sich treffen sollte. Das führte zur teilweisen Auflösung der Gruppe. Es haben alle soviele Interessen und Engagements, dass sie sich nicht mehr finden konnten. |
| LessMess: | In diesem Fall eine typische Messie-Erscheinung, die dem Erfolg der Gruppe im Weg stand. |
| A. Purnelis | Ja, eindeutig. Sie haben alle soviel zu tun mit ihren aufwändigen Haushalten, den vielen Sachen, die sie büschelen müssen. 2-3 Mitglieder wollten eine Pause einlegen, um die Anregungen erst einmal umzusetzen, andere beschlossen, nach Zürich in eine andere Gruppe zu gehen, wieder andere waren gar nicht freiwillig gekommen, sondern auf Druck von Angehörigen. Da kann kein Erfolg daraus wachsen, es muss ein eigener Druck sein. Die Gruppe ist richtig messiemässig zerflattert. |
| LessMess | Und doch gibt es die Gruppe in einer losen Form noch. Es muss also auch positive Erlebnisse gegeben haben. |
| A. Purnelis | Ganz sicher! Die Messie-Gruppe hatte es oft sehr lustig und dadurch entspannt miteinander. Es kam auch vor, dass sie einander konkret unterstützt haben, Besuche und Aktionen haben stattgefunden. Hilfe wurde angenommen. |
| LessMess | Wie war die Altersstruktur? Sind eher die älteren oder die jüngeren Mitglieder abgesprungen? |
| A. Purnelis | Es waren eher die älteren, die sich zurückgezogen haben. |
| LessMess | Hat Sie die Gruppe um Unterstützung angefragt? |
| A. Purnelis | Ja, wir waren mehrmals dabei und haben Standortbestimmungen durchgeführt. Das tun wir immer, wenn die Anfrage durch die Gruppe kommt. Wenn sich Betroffene bei uns melden, die gerne in der Selbsthilfegruppe mitmachen möchten, werden wir die ersten paar Treffen begleiten, um den Halt der Gruppe zu festigen. |
| LessMess |
Besten Dank für die Gesprächsbereitschaft.
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Johannes von Arx / 4.3.07 Eva Roth beginnt ihr Buch mit einem veritablen Paukenschlag: Sie tuckert mit ihrem mit Blumentöpfen, Sonnenschirmen, Bananenkisten, Geschirr, Kleidern usw. usf. vollgestopften VW-Bus über die Autobahn. Auf holprigem Belag neben einer Baustelle erblickt sie plötzlich Funken bei der Hinterachse und ein Autorad, das im Begriff ist, das eh schon vor dem Vorfall klapprige Gefährt zu überholen… Ein paar Seiten später
erinnert sie sich zurück an ein nicht weniger drastisches, einschneidendes
Erlebnis aus ihrer Kindheit: Die kaum zweijährige Eva wird von ihren
Eltern einen Nachmittag und einen Abend lang allein gelassen. Eine kleinkindliche
Ewigkeit dauert nicht nur das Warten auf Mutter, Vater, Oma, sondern auch
das Sitzen auf dem Töpfchen, auf dem sie zu warten gelernt hat, „bis
was kommt“ sowie das riskante Suchen nach dem Lichtschalter auf
dem mühsam hergerückten Stuhl. Die erwachsene Eva Dass diese beiden
sowie viele weitere Erfahrungen aus Kindheit und Erwachsenen(Messie)welt
durchaus etwas miteinander zu tun haben, zeigt die heutige Berufsmusikerin
und (Messie-)Kabarettistin in ihrem Buch auf, ohne sich in wissenschaftlicher
Exaktheit zu verlieren (wissenschaftliche Erkenntnisse über Ursache-Wirkungszusammenhänge
gibt es ohnehin erst in Teilbereichen, aber eine umfassende „Messie-Theorie“
fehlt bis heute; Anm. jva). Umso mehr ist Evas Buch „Einmal Messie,
immer Messie“ durch und durch ein authentischer, ungeschönter
Einblick in den täglichen Kampf um Übersicht über das zu
Viel an Gegenständen („zu gut zum Fortwerfen, zu schlecht zum
Fortgeben“). Oder sie verrät das Geheimnis, warum sie –
entgegen dem Rest der Welt – nicht ungern zum Zahnarzt geht: „Wegen
der Wohnzeitschriften“. In deren Lektüre sie sich beim Warten
auf den „Halbgott in Weiss“ von den Unverblümt schreibt Eva: „Ich hasse Pünktlichkeit … da steht er also vor einem: der Termin. Und es gibt kein Entrinnen, wie ein riesiger Felsbrocken versperrt er einem den Weg…“ Wer all diese Situationen aus eigener, langer Erfahrung mit Eva Roth teilt, darf sich gewiss in Messie-Solidarität mit der Autorin und ihren mitbetroffenen Kindern, Eltern, Partnern, üben. Und wer solche Situationen von Angehörigen, Freunden, Nachbarn kennt, lernt, dass das Messie-Sein tiefere Ursachen hat und selten auf Faulheit zurückzuführen ist. Meine Kritik bezieht sich auf den formalen Aspekt: Das Buch beginnt mit den erwähnten, dramatischen Erlebnissen, fährt also gleichsam in wenigen Sekunden von Null auf Hundert. Daran knüpft Eva zahlreiche weiter Facetten aus ihrem Messie-Leben an. Sagen wir Fünfundsiebzig. Sie dehnt die Geschichte mit ihrem – echt – bösen Nachbarn gar in die Länge. Auf Hundert kommt sie noch einmal bei einem zweiten, ebenfalls sehr dramatischen Vorfall mit dem Auto (mit ebenfalls unübersehbarem Messie-Bezug). So ist meiner Meinung nach der Spannungsbogen über das ganze Buch etwas unharmonisch geraten. Da könnte Eva aus den Gesetzen der formalen Gestaltung guter Musik noch etwas in ihre weitere schriftstellerische Arbeit übernehmen. Sie schreibt nämlich bereits an ihrem dritten Buch. Im Epilog zu „Einmal
Messie, immer Messie“ beschreibt sie eine für „normale“
Leben absolut belanglose Episode: Eine Glühbirne brennt durch „peng“.
Holt aus dem Sammelsurium an Glühbirnen eine raus. „Sechzig
Watt – das müsste reichen … Wie schön hell es jetzt
wieder ist.“ Damit hat die erwachsene Eva „Einmal
Messie, immer Messie – Momentaufnahmen aus einem chaotischen
Leben, eine Spurensuche“ von Eva S. Roth, 172 Seiten. Verlag Dietmar
Klotz, D-65760 Eschborn. |
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| LessMess Info No. 3 / 27. August 2006
Unsere
heutigen Thenen: Grüss euch Nach einer längeren Sommerpause kommt wieder einmal Post von LessMess. SELBSTHILFEGRUPPE IN BERN
EIN MESSIE-FILM DAS FORUM Wir grüssen euch alle freundlichst Johannes von Arx / Thomas Moll |
| LessMess Info No. 2 / 30. Mai 2006
Endlich, endlich wieder mal Nachrichten von uns. Entschuldigung
für die Verspätung, wir alle haben mit Terminen, Aufgaben, Engagements
etc zu kämpfen. Hinzu kommen leidige Unfälle, unbrauchbare Computersysteme,
der schlichte Alltag und die rasende Zeit... soll niemand sagen, wir kennen
die Probleme der Messies nicht ! VORAB EIN RADIO-TIPP, den uns ein Mitglied zukommen liess (danke) zu einem Buch über das Thema Messies: Freitag, 2. Juni um 14.05 Uhr Radio DRS 1 ('Siesta'): 'Trio Literal' mit dem Multitalent Patrick Frey: Ins 'Trio Literal' bringt er 'Der Sammler' von Evelyn
Grill mit. Hier findest du einen Text, den wir auf dem Internet gefunden haben: Ein Gespräch mit der Autorin Evelyn Grill. GV VOM 3.5.06 Im Kreis von etwa 20 LessMess-Mitgliedern konnten wir
am 3. Mai im Coopi, wie immer, die für jeden Verband erforderliche,
jährliche GeneralVersammlung abhalten. Die Traktandenliste wurde
zügig aber tiefschürfend abgearbeitet, sodass wir den Rest des
lauen Frühlingsabends im Freien geniessen konnten. Das Protokoll
der GV sowie das Tätigkeitsprogramm
und eine Kurzfassung des Jahresberichtes
sind ebenfalls durch entsprechendes anklicken zu finden. Darin ist –
neu – ein Abschlussbericht über die Gruppe Messie-Spitex enthalten. ARTIKEL SIE+ER Die Berufskollegin von Johannes, Nicole Zurbuchen hat einen einfühlsamen Bericht über eine Messie-Frau gebracht in der Sie+Er (Beilage des Sonntags-Blick). Du findest den Artikel – darfst drei mal raten – HIER
Seit ein paar Monaten sammeln wir mit einem Fragebogen (anonyme) Informationen über die Miet-Situation von Messies. Da ist schon einiges zusammengekommen und wir möchten allen, die sich hier beteiligt haben und ev. noch beteiligen werden, herzlich danken. Abgesehen von den konkreten Daten kommt vor allem deutlich zum Ausdruck, dass sehr viele Messies in ständigen Ängsten um ihre Wohnsituation leben und ein starkes Mitteilungsbedürftnis zeigen. Wir werden genauer darüber berichten und hoffen, dass sich durch den Verband eine Lobby bilden kann, die den Messies den Rücken stärkt! A PROPOS BEAT DÜNKI Zwar ist es Schnee von gestern - aber dennoch: Beat Dünki ist ziemlich in den Schlagzeilen gelandet im Zusammenhang mit einem sogenanntes "Folter Camp" in Spanien u.a. Beat Dünki ist ausgebildeter Therapeut und Unternehmer und in dieser Funktion moderierte er als aussenstehende Fachperson die erste, offene Versammlung von Messies (am 12. Januar 2005 in Zürich), bei der einhellig beschlossen wurde, einen Verband zu gründen. Im weiteren wäre er vorgesehen gewesen, dieselbige Verbands-Gründungssitzung im bereits folgenden 8.September 05 zu leiten. Er blieb aber unverschuldet in einem Stau stecken und erschien zum Sitzungsende. In diesem Zusammenhang taucht sein Name auf unserer Website auf und da diese doch erstaunlich oft besucht wird, verweisen Suchmaschinen im Internet sehr schnell auf LessMess. Diese Tatsache verleitete nun reisserische Journalisten, ungehemmt lästig bei unserer Copräsidentin nachzuhaken und es ging soweit, dass wir anonyme mails aus der untersten Schublade erhalten haben. Wir bedauern, dass - zwangsläufig anonym - offen gelassene Kanäle zu solch niederen Vorverurteilungen missbraucht werden und betonen nochmals, dass LessMess in keiner weiteren Verbindung mit Beat Dünki steht. Soviel für heute. Wir grüssen Euch alle herzlich und geloben Besserung mit neuen LessMess-Infos noch vor den Sommerferien. Wir werden dann v.a. auch das Programm für die Messie-Tagung an der Sigmund-Freud Privatuniversität Wien vom 3./4. November 06 vorstellen, an welcher auch einige von uns beteiligt sind. In dem Sinn bis bald Mit herzlichen Grüssen Johannes von Arx / Thomas Moll |
| LessMess Info 1 / 22. Februar 06
Guten Tag, Herzlich begrüssen wir alle Mitglieder und InteressentInnen
von LessMess. Das brennend Aktuelle zuerst: MESSIE-SENDUNG VITALISSIMO AUF U1 TV, Freitag, 24. Februar, 17 UHR U1 ist ein privater Sender, der jeden Abend um 17 Uhr unter dem Titel "Vitalissimo" ein Interview mit einer medizinischen Fachperson bringt. Für den nächsten Freitag beantwortet unser Vorstandsmitglied Johannes von Arx Fragen zum Messie-Syndrom. Der Sender U1 (www.u1tv.ch ) ist über die Kabelnetze Swisscom/Cabelcom im Grossteil aller Haushalte in der Deutschschweiz empfangbar. Am einfachsten durchzappen und auf das Symbol U1 TV links oben auf dem Bildschirm achten. Die Sendung wird wiederholt um 18.30 sowie am Samstag um 6.30. MESSIE-ARBEITSTAGUNG VOM 5. MÄRZ IN MÜNCHEN Marianne Bönigk-Schulz, Vorsitzende des Fördervereins zur Erforschung des Messie-Syndroms (FEM), lädt auf Sonntag, 5. März zur Arbeitstagung für Messie-Betroffene mit dem Schwerpunktthema "Lernen durch Erfahrung" ein (näheres kann man unter http://www.messie-selbsthilfe.de/Tagung/3.ArbeitstagungDortmund.pdf erfahren). Die Teilnahme ist kostenfrei. LESSMESS UMFRAGE - MIETERSITUATION Die homepage des Verbandes www.lessmess.ch wird laufend erweitert und aus aktuellem Anlass wurde ein Fragebogen über die Mieter-Situation von Messies eingefügt. Bitte, bitte besucht die Seite, lest das 'Brennpunkt'-Thema und füllt den dort eingefügten Fragebogen aus. Wir sind dringend auf relevante Daten angewiesen. Herzlichen Dank für die Mitarbeit. ZEITUNGSBERICHTE Immer wieder werden wir auf Zeitungsberichte aufmerksam gemacht, die das Thema 'Messies' behandeln. Leider gleiten davon sehr viele in plakative Darstellungen ab, die 'Messietum' a priori mit desolater Vernachlässigung gleichstellen und dies auch noch mit möglichst sensationell unappetitlich gestaltetem Bildmaterial untermalen. Auch wird das Thema etwa mit der unangenehmen Erscheinung von sog. 'Mietnomaden' vermischt - dies sind Leute, die bewusst Vermieter prellen und rücksichtslos bis mutwillig Wohngut zerstören unter dem Fittich von unendlich dehnbaren Mieterschutzartikeln. Berichterstattungen dieser Art, die mit 'wahren Messies' eigentlich gar nichts zu tun haben, sind so natürlich zu verurteilen und schaden den Interessen des Verbandes. Unser Problem ist nun, dass wir meist (wenn überhaupt) sehr viel zu spät über das Erscheinen von Artikeln über Messies (seien sie nun vorbildlich gut (auch das gibt es zum Glück!) oder eben nicht) orientiert werden und bei den verantwortlichen Redaktoren nicht mehr glaubhaft eingreifen können. Der deutschsprachige Blätterwald ist glücklicherweise immer noch dicht genug und es ist uns schlicht nicht möglich, die Presse laufend zu durchkämmen. Unsere Bitte ist einfach: falls Ihr einen Artikel mit Hauptthema 'Messies' in einer Zeitung antrefft (und sei es noch so unbedeutend lokal), so meldet uns dies doch bitte umgehend unter info@lessmess.ch und sendet ein Belegsexemplar an Lessmess/ Tödistrasse 3 / ch-8034 Wallisellen. Wir sind als Fernziel daran, eine Art Datenbank mit Presseartikeln über Messies aufzubauen. Diese sollte dazu dienen, die Bemühungen von ehrlichen Journalisten, die sich der Messieproblematik ernsthaft annehmen, unterstützend zu fördern und deutlich abzuheben von billigster Sensationspresse, die in eingefahrenen Schienen läuft und das Publikum mit Schreckensnachrichten und -bilder auf dem Buckel von tragischen Schicksalen 'unterhalten' will. Sinngemäss trifft dies natürlich auch für im Internet gefundene Artikel zu: einfach link einsenden an info@lessmess.ch Am 31. Jan. war ich, Johannes von Arx, eingeladen zum Besuch der ersten österreichischen Selbsthilfegruppe, die von der letztes Jahr gegründeten Sigmund Freud PrivatUniversität (www.sfu.at) betreut wird. Mitbegründerin und Dozentin Elisabeth Vykoukal sowie die Lehranalysandinnen Kathy Reboly und Nassim Agdari begleiten regelmässig die Gruppe. Am andern Tag durfte ich mit dem Rektor der SFU, Alfred Pritz ein Gespräch führen, wobei wir uns auch über Perspektiven der Messie-Forschung unterhielten. Auch am Nachtessen mit Elisabeth, Kathy und Nassim - die beiden letzteren hatte ich schon an einer Tagung in Bielefeld kennen gelernt - pflegten wir einen intensiven Gedankenaustausch. Frappant, wie sehr sich die konkreten Lebenssituationen und Probleme hier wie dort ähneln. Ich möchte mich auch an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei allen für den überaus freundlichen Empfang bedanken. Soviel für heute - bald wird es wieder aktuell: die schweizer Zeitschrift 'annbelle' hat einen feinfühligen Messie-artikel ausgearbeitet, der demnächst erscheinen sollte - wir werden rechtzeitig orientieren. Vielen dank für die Aufmerksamkeit und bis bald LessMess / thomas moll / johannes von arx
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| Messie-Rundbrief vom 22. Januar 2006
Unsere neue Adresse: info@lessmess.ch
UNSER NEUER VERTEILER, JAHRESRÜCKBLICK - AUSBLICK
Grüss euch
Mit einiger Verspätung – aber nicht minder herzlich – unser aller Glückwunsch zum angebrochenen Jahr. Möge es euch viele kleine, aber auch grössere Lichtblicke und Fortschritte bringen, Gesundheit auch und immer wieder ein Stück privates Glück (keine Pein, der Rest folgt ohne Reim).
An der zweiten Vorstandssitzung vom 16. Dezember 2005 haben wir uns eingehend mit der Neugestaltung des Rundbriefes (ab nächstem mal wird er „LessMess Info“ heissen) befasst. Da das temporäre Brief-Abo auf Ende 2005 ausgelaufen ist, haben wir uns nach gründlichen Variantendiskussionen auf folgenden Verteiler geeinigt:
1. Homepage: „LessMess Info“ top aktuell
auf www.lessmess.ch
Im Detail: 1. LessMess Info sind stets top aktuell auf www.lessmess.ch (Direktzugriff www.lessmess.ch/Aktuell/akt_index.htm) allgemein zugänglich. Hier finden sich auch sehr kurzfristige Hinweise auf Veranstaltungen sowie Radio- oder TV-Sendungen. Solche werden jeweils auch per Mail versandt, jedoch verständlicherweise nicht mit Briefversand. 2. Emailversand: Alle bisherigen EmpfängerInnen des 'Rundbriefes' werden automatisch die neuen LessMess Info per Email erhalten. Neue Interessierte können die Info bald selbst abonnieren. In jedem Mail werden Links enthalten sein, mit denen man seine Daten ändern oder sich aus der Versandliste austragen kann. Nähere Informationen zu dem neuen Mailsystem folgen im ersten „LessMess Info“. 3. Briefversand: diese Dienstleistung (für Leute ohne Computer) ist ab 2006 nur noch für Mitglieder (und Gönner) des Verbandes LessMess möglich und es werden nur Informationen versandt, die nicht zu kurzfristig sind. Verbandsmitglieder mit Emailadresse erhalten die Infos vorzugsweise per Email.
Also: wer an den LessMess Info interessiert ist, braucht entweder einen PC mit Internetanschluss bzw. eine Emailadresse. Wer nichts von dem hat, ist (oder wird) Mitglied von LessMess. Oder aber lässt sich LessMess Info von KollegInnen in der Selbsthilfegruppe zukommen, setzt sich ab und zu bei einem Freund an einen PC, geht in ein Internetcafé usw. Mitglied von LessMess werden:
Bei der Gelegenheit: auf der Homepage gibts auch ein Forum. Betroffene wie Nichtbetroffene sind eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Diskussionsbeiträge einzuspeisen.
Für LessMess:
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28 Nov. 05 Grüss Euch Vortrag und Buchvernissage - Studienarbeit Annina Wettstein Wie letztes mal angekündigt, ist das Buch von lic. phil. Annina Wettstein „Messies – Alltag zwischen Chaos und Ordnung“ erschienen. Aus diesem Anlass spricht die Autorin zu diesem Thema am Mittwoch, 7. Dezember 2005, 18.15
Uhr Veranstalter ist die Schweizerische Gesellschaft für
Volkskunde. Zum Anlass schreibt Annina: „Messies – Alltag zwischen Chaos und Ordnung“ kann zum Preis von Fr. 34.- bezogen werden bei: Volkskundliches Seminar der Universität Zürich Tel. 044 634 24 33 FRAGEBOGEN Der im letzten Rundbrief erwähnte Fragebogen (ihn
hier herunterladen, drucken,
für Freunde kopieren, ausfüllen, einschicken oder direkt
hier online auszufüllen). Nathalie Bühler, Therwilstrasse 17, 4142 Münchenstein, 4. MESSIE-FACHTAGUNG 26.11.05 BIELEFELD Die Reise nach Bielefeld führte zu einer interessanten Messie-Fachtagung mit vielen guten Begegnungen in einem Uni-Hörsaal mit Turbolüftung, welche mir prompt eine starke Erkältung bescherte. Mehr dazu nach Genesung in einem späteren Rundbrief. "Messie"-Spitex Mit der «Messie»-Spitex mussten wir eine Zeit lang aussetzen, weil die Gründung von LessMess alle Kräfte absorbierte. Eine nächste Veranstaltung planen wir auf Januar.
Johannes
Tel. 0041 44 310 77 10 |
6. Nov. 05 RUNDBRIEF LessMess 8 2. FRAGEBOGEN Im Moment boomen die Untersuchungen von (Hoch)Schulen. Trotz nicht ganz unerheblicher Belastung unterstützen wir alle seriös angesetzten Umfragen, Studien etc, da sie letztendlich auch uns zugute kommen. Wir bitten allerdings speziell die Leute, welche noch über wenig Kenntnisse und Erfahrungen mit der Messie-Thematik haben, sich bei uns vorgängig zu informieren. Auch dazu stehen wir gerne zur Verfügung. So können unstimmige Ansätze vermieden werden, was der Qualität der Untersuchungen nur förderlich sein kann. Selbstverständlich geht es uns dabei keinesfalls um eine inhaltliche Beeinflussung. Damit zur aktuellen Umfrage von Vögeli & Co. Der Fragebogen (nur für Betroffene) findet sich zur Verdeutlichung hier weiter unten nochmals und kann online ausgefüllt und abgeschickt werden oder man kann ihn auch herunterladen, ausdrucken, in der Selbsthilfegruppe verteilen und von Hand ausgefüllt anonym per Post zustellen.... 3. LIZ-ARBEIT ANNINA WETTSTEIN VERÖFFENTLICHT Unterdessen ist die Lizenziatsarbeit von Annina Wettstein „Messies – Alltag zwischen Chaos und Ordnung“ im Druck erschienen. Sie kann zum Preis von Fr. 34.- bezogen werden bei: Volkskundliches Seminar der Universität Zürich Wiesenstr. 7/9 8008 Zürich Tel. 044 634 24 33 vksek@vk.unizh.ch 4. MESSIE-FACHTAGUNG 26.11.05 BIELEFELD An dieser
Tagung des „Fördervereins zur Erforschung des Messie-Syndroms (FEM) e.
V.“ werden wiederum fünf prominente Referentinnen und Referenten das Messie-Phänomen
unter psychologischen, aber auch rechtlichen Gesichtspunkten auftreten.
Das Programm findet sich auf www.femmessies.de
(Aktuelles) oder hier
als Einladung (pdf). Auf Wunsch sende ich es gerne zu. Über die Anreise-/Unterkunftsmöglichkeiten
kann ich ebenfalls Tipps geben. So, das wärs. Dies wird einer der letzten
Rundbriefe sein. In einer der nächsten Vorstandssitzungen werden wir über
die Neuaufteilung der Aufgaben beschliessen und dann werde ich von dieser
– an sich schönen Aufgabe entlastet. In dem Sinn herzliche Grüsse
Also nochmals, denselben Fragebogen: Nach kleinen Einstiegsschwierigkeiten gibt es kurzfristig einen Fragebogen für Messies, mit dem 3 Schülerinnen eine Untersuchung machen. Bitte möglichst schnell antworten: 1) entweder hier
online ausfüllen und sogleich anonym abschicken oder
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ARCHIV:
EINLADUNG ZUR GRÜNDUNGSVERSAMMLUNG
VON am Donnerstag, 8. September 2005,
19.15 Uhr Schneller zu Fuss von der Unterführung unter den Hallengleisen des HB: Von der Einfahrtsrichtung aus gesehen nach rechts unten durch in die Kasernenstrasse (rechterhand der Sihl), vorbei an der Sihlpost, immer geradeaus bis zur Sihlbrücke (auf der die Trams fahren), geradeaus über die Gleise und dann halbrechts weiter auf der Werdstrasse (linkerhand das Tages-Anzeiger-Gebäude). Das Coopi findet sich dann links am Werdplatz.
ANMELDUNG an: info@lessmess.ch
oder schriftlich an Hier gibt's die Einladung schriftlich (pdf zum Ausdrucken/Ausfüllen/Einsenden)
Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen und grüssen
herzlich Hier kann ein Entwurf der Statuten des Verbandes LessMess eingesehen werden (pdf) |
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